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Mitte Kapitel 6 (S. 28)

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......@@ -446,6 +446,133 @@ Zwei Kategorien:
- $s = K/ Y \cdot \delta$
- $F_V = (1-s)\alpha Y/K + \alpha\delta$ im Gleichgewicht $F_V = \alpha Y/K = r$
- $g_Y = \alpha (s Y/K - \delta) = 0$, da wir konstanten Output wollen
- $g_p = \alpha (g_K - g_Z)$; Wegen Gewinnmaximierung der Unternehmen
### Konsumentwicklung bei zinsabhängigem Sparen
- Keynes-Ramsey: $g_c = 1/\gamma (r-\rho)$. Wir wollen $c = \text{const} \Rightarrow r = \rho$.
- Wir wollen konstanten Ressourcen- und Kapitaleinsatz
- Wegen $g_p = \alpha (g_K - g_Z)$ muss $g_p = 0$ ist im Gleichgewicht $F_V = \rho$
## Umweltverschmutung und Environmental Kuznets Curve
### BWL-Diagramm
![Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Umwelt](./BWLDiagramm.png)
Bei Umweltressourcen haben wir häufig ein Versagen der Märkte:
- *Keine Märkte* für viele Ressourcen (z.B. Atmosphäre)
- Viele Güter sind *öffentlich* (keine Rivalität und keine Exklusion)
- Das mit *öffentlich* stimmt nicht ganz, denn wenn ich etwas verschmutze, haben alle den Schaden
### Externe Effekte
![Externe Effekte](./ExterneEffekte.png)
Externe Effekte: Gegenseitige Interaktion von Wirtschaftssubjekten abseits des Marktes. Kann negativ oder positiv sein.
Entsehen, da Eigentumsrechte unklar sind, und deshalb niemand klagen kann.
### Angebot und Nachfrage
![Angebot und Nachfrage](./AngebotUndNachfrage.png)
Wichtig ist, dass die Steigung der Nachfrage immer negativ ist (hoher Preis $\rightarrow$ kleine Nachfrage)
### Externe Effekte auf Angebot und Nachfrage
![Externe Effekte auf Angebot und Nachfrage](./SozialesAngebot.png)
Wenn man einen negativen externen Effekt nicht berücksichtigt, dann:
- Ist die Produktionsmenge zu hoch ($x^\ast > x^{\ast\ast}$)
- Der Preis zu niedrig ($p^\ast < p^{\ast\ast}$)
Es entsteht ein Wohlfahrtsverlust
![Wohlfahrtsverlust](./Wohlfahrtsverlust.png)
### Internalisierung externer Effekte
heisst: Einbezug von externen Effekten bei der Produktions-/Konsumentscheidung
Bsp. Wahrer Preis von Benzin wäre $\sim 5 \text{CHF/l}$
- Verhaltensbeeinflussung
- Informationsbereitstellung (Kampagne)
- Erziehung (wirkt relativ langsam)
- weitere staatliche Massnahmen
- Zuweisung von Eigentumsrechten (Konzession)
- Gebote / Verbote (ineffizient, aber politisch beliebt)
- Lenkungsabgaben, Zertifikate (effizient, aber unbeliebt)
- Subventionen für umweltfreundliche Technologien
### Pigou-Steuer (Ökosteuer)
Steuer pro produzierter Einheit. Optimale Höhe sind genau die externen Kosten.
### Kriterienkatalog der Massnahmen
1. Ökologische Treffsicherheit: Erreichbarkeit des gesetzten Umweltzieles
2. Kosteneffizienz: Möglichst geringe Kosten für die Wirtschaft für das Erreichen des Ziels
3. Informationserfordernisse: Wie viel muss man als Exekutive wissen, um das Ziel durchzusetzen
4. Dynamische Anreizwirkungen: Wie sehr kann Massnahme Innovation fördern
5. Transaktionskosten: Kosten für die Exekutive (Informationsbeschaffung, Verhandlung, Durchsetzung)
6. Politische Durchsetzbarkeit: Frisst das Volk die bittere Pille?
### Ökologische Treffsicherheit
![Optimale Höhe der Umweltverschmutzung](./VermeidungvsKosten.png)
### Kosteneffizienz
Möglichst geringe Kosten für das Vermeidungsziel, dann erreicht, wenn *Grenzvermeidungskosten* aller Firmen gleich.
Politisch besser ist aber die gleiche *Vermeidungshöhe* für alle
![Gleiche Grenzkosten vs. gleiche Vermeidungshöhe](./gleicheGrenzkostenVsgleicheVermeidungshoehe.png)
Intuition: Im Gleichgewicht kann man nicht mehr Kosten sparen, indem man Vermeidung "umverteilt"
### Uniforme vs. individuelle Regulierung (Normen, Verbote)
*uniform*: Für alle Unternehmen gleich regulieren
*individuell*: Für jedes Unternehmen separat regulieren
- Ökologische Treffsicherheit
- hoch bei beiden
- Kosteneffizienz
- uniform: Gleiche Menge muss vermieden werden. Ineffizient, wenn Grenzvermeidungskosten unterschiedlich (also meistens)
- individuell: Gleiche Kosten für Vermeidung. Effizient (siehe Kosteneffizienz)
- Informationserfordernisse
- uniform: gering
- individuell: hoch, da Infos über *jede* Firma notwendig
- dynamische Anreizwirkung
- bei beiden gering
- Transaktionskosten
- je nach Art der Verschmutzung
- Politische Durchsetzbarkeit
- uniform einfacher (meistens)
### Zertifikate
- Zertifikat erlaubt bestimmte Menge an Verschmutzung (z.B. $CO_2$-Ausstoss)
- Ausgegebene Menge an Zertifikaten richtet sich nach Vermeidungsziel
- Erstausgabe: Verteilungsmodus festlegen (meisten *Grandfathering*)
- Zertifikate nachher frei handelbar
- Schlecht planbar, da Preis nicht fix
### Preis- vs. Mengensteuerung
*Preissteuerung*: Umweltsteuern und Subventionen
*Mengensteuerung*: Zertifikate
- Ökologische Treffsicherheit
- Preissteuerung: Abhängig von vorhandener Information
- Mengensteuerung: Hoch
- Kosteneffizienz
- Preissteuerung: Wenn Steuersatz gleich Grenzkosten der Vermeidung, dann kostenminimal
- Mengensteuerung: hoch, da Marktpreis für Zertifikate zum kostenminimalen Preis tendiert
- Informationserfordernisse
- Preissteuerung: hoch, müssen Grenzvermeidungskosten für alle Unternehmen kennen
- Mengensteuerung: gering, wenn nur die Menge vermieden werden soll. Soll das kosteneffizient geschehen, dann muss man auch alle Grenzvermeidungskosten kennen.
- dynamische Anreizwirkung
- bei beiden hoch (gibt Wettbewerbsvorteil)
- Transaktionskosten
- ausgelassen
- Politische Durchsetzbarkeit
- Preissteuerung: optimistisch betrachtet gut
- Mengensteuerung: "gut" ist zu optimistisch
### Vorteile von anreizbasierten gegenüber rdnungspolitischen Instrumenten
- Dynamische Anreizwirkungen höher
- Kosteneffizienz wird automatisch erreicht
- Informationserfordernisse geringer
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